Orlando und die Jungenfrage

Es ist traurig, es ist furchtbar. Unsere Welt ist voll mit Männern, die völlig instabil sind und ihre Unsicherheit via Gewalt in die Welt brüllen: Sie schlagen ihre Frauen, sie hassen Schwule, sie geilen sich an Waffen auf.

Und gelten damit sogar als normal… Radikal nennen wir sie erst, wenn sie dann noch Begriffe wie „IS“ oder „Allah“ in den Mund nehmen. Aber dann ist es längst zu spät. Längst sind sie radikal entfernt von sich selbst, von ihrer Selbst- und Menschenliebe, von Integrität, Würde, Achtung und Respekt; für sich und andere.

Schon aus Selbstschutz und aus Eigeninteresse müssen wir den Söhnen dieser Welt endlich Wege zeigen, wie sie reif und erwachsen werden können. Im Moment aber fischen die Verführer und Verblender nach ihnen: IS, Trump, AfD, Pegida usw. usw.

All diese radikalen Reaktionäre spüren den unendlichen Hunger dieser Jungen nach Sinn, Liebe und Respekt – und stillen ihn mit hohlen Phrasen, die diesen Hunger letztlich immer nur noch mehr vergrößern. Und damit das Leid derer, die diesen Männern irgendwann zum Opfer fallen.

Was tun?

Menschenbildung von Anfang an. Sport, Kunst, Musik, Theater vom ersten bis zum letzten Schultag. Übertragung von Verantwortung mit schnellen, klaren, liebevollen Konsequenzen. Würdigung der männlichen Aggression und unnachgiebige Ahndung von Gewalt. Stärkung der Mädchen und Initiationsriten für Jungen. Angebote für Väter und Eltern.

Und manches mehr. – Das Geld dafür ist da. Auch die Menschen. Aber noch verschwenden wir beide nur zu gern an sinnlose und schädigende Tätigkeiten.

Und beweinen weiter die Opfer.

 

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